Pädagogischer Kampfsport in Berlin

Durch den Sport erreichen wir junge Menschen, die klassische Angebote abgelehnt haben – auf der Matte, im Ring & im Gespräch danach.
Ergänzend zu §30

Teil der Einzelfallhilfe

4 Sportarten

Boxen, Ringen, BJJ, Kickboxen

100% Berlin

Alle 12 Bezirke

Werte, die durch den Sport gefördert werden

Der Kampfsport entfaltet seine Wirkung für unsere Arbeit nicht aus dem Umstand, dass jemand kämpfen lernt. Diese Herausforderung an junge Menschen wirkt, da sie Fähigkeiten von ihnen abverlangt, die im Alltag genauso zählen und die man nicht vortäuschen kann.
Respekt
Selbstdisziplin
Impulskontrolle
Aggressionsabbau
Frustrationstoleranz
Rücksichtnahme
Verantwortung
Hilfsbereitschaft
Motivation
Akzeptanz

Konzentrationsfähigkeit

Gewaltfreie Kommunikation

Über diese Werte lässt sich viel erzählen, doch ist das Erleben ihrer Wirkung in einem wohlwollenden Umfeld oft nachhaltiger für junge Menschen. Wer im Training merkt, dass Selbstbeherrschung stärker macht als ein Faustschlag, dass Achtsamkeit mehr Wert ist als physische Überlegenheit und dass Gewalt kein sinnvoller Kommunikator ist, der nimmt diese Erfahrung mit – in die Schule, in die Ausbildung, nach Hause.

Pädagogischer Kampfsport ist Teil unserer Einzelfallhilfe

Manche jungen Menschen erreicht man nicht am Küchentisch. Sie haben Gespräche satt, Angebote abgelehnt, Erwachsene abgeschrieben und gerade deswegen sollten sie nicht von einer Unterstützung abgeschnitten werden. Für genau sie haben wir den pädagogischen Kampfsport. Er ist keine eigenständige Hilfe, sondern ein ergänzendes Element unserer sozialpädagogischen Einzelfallhilfe nach §30 SGB VIII. Wir lassen ihn bedarfsorientiert in die Begleitung einfließen, wenn er zu einem jungen Menschen passt. Für Außenstehende mag es ein Widerspruch sein, doch stellt gerade der Kampfsport gewaltfreie Kommunikation, Aggressionsabbau, Impulskontrolle und eine höhere Frustrationstoleranz in den Fokus.

Das Ziel ist eine freiwillige, positive Verhaltensänderung: Was auf der Matte gelernt wird – sich beherrschen, Regeln akzeptieren, das Gegenüber respektieren –, soll mit unserer Hilfe im Alltag ankommen.

Pädagogischer Kampfsport Berlin bei Almona

An wen richtet sich das Angebot?

Der pädagogische Kampfsport richtet sich an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die wir bereits in einer Einzelfallhilfe begleiten. Zwei grundsätzliche Situationen sprechen wir dabei besonders an:

Wenn Wut die Kontrolle übernimmt

Manchmal ist die Wut stärker, als uns lieb ist, und Konflikte enden mit Gewalt. Hier bekommst du einen Raum, in dem deine Wut Platz hat und lernst gleichzeitig, sie zu lenken. Wir erarbeiten mit dir Wege, Konflikte zu lösen, ohne zuzuschlagen.

Wenn Körper und Geist wachsen sollen

Kampfsport verlangt Konzentration und Körperbeherrschung, jede Bewegung will genau gelernt sein. Wer seine motorischen und kognitiven Fähigkeiten verbessern will, findet hier ein Training, das umfassend fordert und Schritt für Schritt aufgebaut wird.

Eine häufige Sorge: Macht Kampfsport nicht aggressiver?

Eine Frage, die wir oft hören und die auch ihre Berechtigung hat. Sie ist der Grund, warum wir sehr genau hinschauen, wann dieses Angebot passt und wann nicht. Der entscheidende Ansatz liegt nämlich nicht im Sport selbst, denn er findet sich in der pädagogischen Arbeit drumherum. Ein Kampfsporttraining ohne unseren geführten Rahmen kann tatsächlich das Falsche vermitteln. Bei uns ist der Sport deshalb nie das Ganze, sondern ein Mittel, das wir sehr bewusst auswählen.

Das leistet unser Ansatz

Wir wissen, dass es funktioniert – aus eigener Erfahrung. Almona-Mitgründer Aladdin Najjar hat als Jugendlicher selbst Kampfsport gemacht. Er sagt, genau das habe ihn von falschen Freunden und negativen Einflüssen ferngehalten. Später hat er ehrenamtlich Kinder aus seinem Kiez trainiert, bevor er Soziale Arbeit studierte. So kommt in unserem Angebot beides in einer Person zusammen: pädagogische Ausbildung und echte Kampfsport-Erfahrung. Genau diese Verbindung entscheidet darüber, ob Kampfsport hilft oder schadet.

Wir geben Raum

Aggressive Impulse brauchen einen Ort und keine Scham. Wir bieten ihnen einen kontrollierten, angeleiteten Rahmen, damit sie nicht auf dem Schulhof landen.

Vermittlung von Werten

Respekt, Ehrlichkeit, Eigenverantwortung, Geduld, Lernbereitschaft – diese Werte vermitteln wir explizit und immer wieder durch den Sport in den Alltag.

Reflexion als Motor

Reflexion über das, was im Training passiert ist und über die Situationen im Alltag, in denen es eskaliert. So sollen aggressive Verhaltensmuster überdacht und abgelegt werden.

Neue Handlungsstrategien

Im Sport wächst die Fähigkeit, Impulse zu kanalisieren, sie abzufangen, wodurch der Raum für alternative Strategien und gewaltfreies Handeln frei gemacht wird.

Strukturen aufbauen

Feste Zeiten, feste Regeln, verlässliches Erscheinen. Was im Training selbstverständlich ist, überträgt sich auf Termine, Schule und auf die Ausbildung.

Selbstwirksamkeit erleben

Im Training zeigt sich Fortschritt unmittelbar. Diese Erfahrung – ich kann etwas verändern, wenn ich dranbleibe – nehmen junge Menschen mit in Bereiche, in denen sie sie dringender brauchen.

Wann wir den pädagogischen Kampfsport wählen

Der pädagogische Kampfsport ist immer Teil einer laufenden oder geplanten Einzelfallhilfe nach §30 SGB VIII. Der Weg dorthin führt über das zuständige Jugendamt und dabei begleiten wir euch.
Im Hilfeplangespräch kommen alle zusammen: das Jugendamt, der junge Mensch, die Eltern und die pädagogische Fachkraft von Almona. Gemeinsam werden konkrete Ziele für den Bewilligungszeitraum festgelegt.
Hier prüfen wir zusammen: Wäre der pädagogische Kampfsport ein sinnvoller Baustein, um diese Ziele zu erreichen? Die persönlichen und pädagogischen Bedürfnisse stehen dabei immer im Vordergrund und nicht der Sport.
Nicht jede Einzelfallhilfe wird mit dem Kampfsport verknüpft. Es ist ausschließlich eine Einzelfallentscheidung und manchmal lautet sie auch: Für diesen jungen Menschen ist etwas anderes besser.

Kontakt aufnehmen!

Interesse geweckt?

Wenn du das Gefühl hast, dass der pädagogische Kampfsport ein wichtiges Ventil für dich sein kann, dann sprich uns gerne direkt an und wir finden das passende Format für dich.

Unsere Leistungen auf einen Blick

Sozialpädagogische Einzelfallhilfe Berlin bei Almona

Sozialpädagogische Einzelfallhilfe

§30 SGB VIII

Sozialpädagogische Familienhilfe Berlin bei Almona

Sozialpädagogische Familienhilfe

§31 SGB VIII

Eingliederungshilfe Berlin bei Almona – Mobile

Eingliederungshilfe für Kinder

§35a SGB VIII

Pädagogischer Kampfsport Berlin bei Almona – Mobile

Pädagogischer Kampfsport

Hilfsmittel im Rahmen §30

Begleitete Umgänge Berlin bei Almona – Mobile

Begleitete Umgänge

§18 Abs. 3 SGB VIII

Clearing Berlin für Familien bei Almona – Mobile

Clearing

§27 i. V. m. §31 SGB VIII

Pädagogischer Kampfsport in Berlin – Handlungsraum schaffen

Am Ende geht es nicht darum, dass ein junger Mensch besser boxen kann. Es geht darum, dass er lernt, es nicht zu tun und gerade dadurch das Gefühl der Stärke erhält. Der pädagogische Kampfsport erreicht die, die sonst niemand mehr erreicht: junge Menschen, die von Gesprächen enttäuscht wurden und andere Angebote abgelehnt haben. Er gibt ihnen einen Raum für das, was in ihnen tobt, und die Werkzeuge, es zu steuern.

Was auf der Matte gelernt wird, bleibt nicht dort. Es geht mit nach Hause, in die Schule, in die Ausbildung. Ob dieser Weg der richtige ist, entscheiden wir nie allein und nie pauschal. Aber wenn er passt, dann trägt er weit.

Pädagogischer Kampfsport Berlin – Almona Jugendhilfe

Häufige Fragen zum pädagogischen Kampfsport

Nein. Der pädagogische Kampfsport ist keine eigenständige Hilfe, sondern ein ergänzendes Element unserer Einzelfallhilfe nach §30 SGB VIII. Er kommt dazu, wenn er im Hilfeplangespräch als sinnvoll für die individuellen Ziele bewertet wird.
Der pädagogische Kampfsport kann Boxen, Ringen, Brazilian Jiu-Jitsu und Kickboxen umfassen. Welche Sportart passt, hängt vom jungen Menschen und seinen Interessen ab.
Nein. Wir führen kleinschrittig an die Übungen heran und niemand muss etwas können, bevor er anfängt.
Für Familien entstehen keine zusätzlichen Kosten: Er ist Teil der Einzelfallhilfe nach §30 SGB VIII, die als ambulante Hilfe zur Erziehung vom Jugendamt finanziert wird. Das Erstgespräch mit uns ist unverbindlich und kostenfrei.
Der pädagogische Kampfsport richtet sich an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die wir in der Einzelfallhilfe begleiten. Ob er passt, hängt weniger vom Alter ab als von der persönlichen Situation und den Zielen im Hilfeplan.